Das ABC der Gedanken und Gefühle – 05 Die Macht der Gefühle erkennen

Die meisten Menschen glauben, dass ihre Gefühle ausgelöst werden von anderen Menschen oder anderen Situationen. Demnach sind andere Menschen oder Situationen dafür verantwortlich, wie stark unsere Gefühle in uns aufwallen, negative wie auch positive, unangenehme sowie schöne.
Gefühle wie Ärger und Wut, Traurigkeit, Abneigung, Freude und Zuneigung entstehen für Sie aufgrund von Begebenheiten und Situation oder weil andere Menschen dies in ihnen auslösen.

Gefühle werden von anderen Menschen oder Situationen ausgelöst?!?

So ist der Radfahrer, der uns auf der falschen Straßenseite entgegenkommt, Schuld an unserem Ärger. Der Mitarbeiter ist Schuld an unserem Ärger, weil er partout nicht verstehen will, was wir von ihm wollen. Unsere Kinder sind schuld an unserer Hilflosigkeit, weil sie ihr Zimmer nicht aufgeräumt haben, der Müll nicht runter gebracht wurde oder die Zensuren schlecht sind. Gleiches gilt für unsere Beziehungen. Unser Partner ist schuld daran, wenn wir nicht mehr so viel Zeit miteinander verbringen oder  wir uns immer und immer wieder über die gleichen Dinge streiten.

„Wenn sich die anderen doch bloß ändern würden, dann, dann ginge es mir besser!“

Und damit es uns besser geht, arbeiten wir tagtäglich hart daran die Auslöser, die Situationen und die anderen Menschen zu verändern, mit dem Ziel solche Gefühle wie Ärger, Trauer und Wut nicht mehr fühlen zu müssen oder Freude und Zuneigung besonders oft fühlen zu können. Mit viel Energie versuchen wir unseren Partner zu ändern, dass er so ist, wie wir es wollen. Dann wird alles gut.

Gleiches tun wir natürlich mit unseren Kindern, die artig, ordentlich und gewissenhaft ihre Arbeiten zu Hause und in der Schule vollbringen sollen. Wir versuchen unsere Mitarbeiter zu manipulieren und wir schimpfen im Straßenverkehr, damit der andere lernt, wie er sich zu verhalten hat.

Ebenfalls versuchen wir die schönen Gefühle wie Freude und Zuneigung immer und immer wieder hervorzurufen. Wir suchen uns Situationen, in denen wir meinen, besonders viel Freude und Spaß bekommen zu können. Wir gehen in Freizeitparks. Wir wollen schnelle Autos fahren. Wir schauen viel Fernsehen. Wir wollen immer höher hinaus und fliegen weit weg. Alles um dieses Gefühl wieder und wieder zu fühlen, dieses Hochgefühl, das Kribbeln… .

Entspricht es der Realität, dass andere Menschen oder Situationen verantwortlich sind für unsere Gefühle?

Nein, es entspricht nicht der Realität.

Wieso, wird der eine oder andere nun fragen.

Wenn es wirklich so wäre, das andere Menschen oder Situationen dafür verantwortlich sind, wie wir uns fühlen, dann müsste doch jeder in diesen Situationen gleich fühlen. Tun wir dies?

Nein. Jeder einzelne Mensch sieht diese Situationen anders und bewertet sie auch anders.

Dass es verschiedene Gefühle gibt, habt Ihr gerade bemerkt. Einige davon habe ich schon aufgezählt. Um in unserem ABC Protokoll die Gefühle benennen zu können, ist es wichtig Ihnen einen Namen zu geben. Ein Klient sagt einmal zu mir, dass er gar nicht weiß, wie er dieses Gefühl gerade beschreiben oder auch benennen soll. Um sich unserer Gefühle bewusst zu machen, ist es also wichtig zu wissen, welche Gefühle es gibt. Wir geben ihnen Namen, damit wir ungefähr ein und dieselben Sache sprechen .

Die neun großen Gefühle

In der Psychologie wurden die Gefühle in große Gruppen eingeteilt. Harlich H. Stavemann ein deutscher Diplom-Psychologe hat die Gefühle in neun Gruppen eingeteilt. Jedes dieser Gefühle hat viele andere Synonyme, die unterschiedlich in Regionen, Religionen und zwischen den Menschen sind. Ich habe euch diese großen Gefühlsgruppen hier einmal als aufgezeichnet.

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Gefühlsstern

Jedes Gefühl kann sich in seiner Energie steigern. Das bedeutet, dass ich anfangs ein wenig Unmut verspüre, der sich zum Ärger ausbreitet und in einer starken Wut und Aggression enden kann. Somit kann ich das Gefühl Ärger in einer Stärke von 0 bis 10 benennen. Diese Steigerung der Energie gibt es ebenso bei Freude, Zuneigung, Abneigung, Angst, Trauer und Scham.

Bei unserem Gefühl der Niedergeschlagenheit, wie wir es oftmals beim Grübeln und in depressiven Phasen sehen, nimmt die Energie ab. Das bedeutet, dass diese Menschen zu Anfang ihrer Niedergeschlagenheit, während sie beginnen ein wenig mehr über unangenehme negative Dinge nachzudenken, noch einen hohen Energiespiegel besitzen. Je weiter sie dann ins Grübeln und in die Depression rutschen desto mehr verlieren sie diese Energie.

In der Mitte des Sterns findet ihr das Gefühl Gleichgültigkeit. Das Gefühl der Gleichgültigkeit ist hier nicht negativ oder positiv besetzt, sondern ein Gefühl ohne Gefühl und ohne Energie.

Die Gleichgültigkeit ist ein neutrales Grundgefühl, ein friedliches Grundgefühl. Ziel während jeder Angst, jeden Ärgers, jede Trauer ist in ein friedliches Grundgefühl zu gelangen.

Wir spüren es im ganzen Körper

Diese Bewertungen spüren wir nicht nur als Gefühl, sondern auch als Reaktion in unserem gesamten Körper und dann richten wir unser Verhalten danach aus. Wenn wir verärgert oder wütend sind, wenn wir Angst haben oder traurig sind, kann es zu Herzklopfen oder Herzrasen kommen. Wir können den Eindruck haben, keine Luft zu bekommen oder die Brust wird eng, als ob jemand darauf sitzen würde.  Wir ziehen die Schultern hoch und den Kopf ein und verspannen so Schulter und Nackenmuskeln oder wir beißen die Zähne kräftig aufeinander. Wir bemerken also im Körper diese Gefühle als Reaktion genauso wie wir sie auch spüren.

Unsere starken Gefühle treiben uns zum Handeln

Wie ihr erfahren habt und auch selbst schon oft genug erlebt, sind Gefühle sehr mächtig. Dies ist der Grund, wieso wir sie als so wahr ansehen. Angst ist so erschütternd, dass wir voll davon überzeugt sind, dass diese Bedrohung tatsächlich existiert, dass etwas Schlimmes passiert oder dass wir alles verlieren, dass uns keiner mehr mag und dann verstecken wir uns, damit nichts Schlimmes passiert.

Den gleichen Effekt hat es auch mit einer starken Freude, wenn wir etwas geschafft haben zum Beispiel einen Berg zu erklimmen und dann übernimmt uns diese Freude und weil es sich soooo gut anfühlt, ist es wahr und die Realität und dann wollen wir es immer und immer wieder haben.

Und dann passiert es, dass diese Gefühle uns zum Handeln bewegen. Hier im Beispiel einmal weglaufen und einmal weiter machen. Dies ist uns oftmals nicht bewusst. Hier ist unser TROLL vortrefflich und geschickt am Werk. Er verändert durch die Stärke der Gefühle unsere Wahrnehmung auf das Hier und Jetzt. Wir werden unbewusst und glauben unseren Gefühlen und handeln danach.

In meinem Video erfahrt Ihr:

  • was das AC Modell ist,
  • welche Konsequenzen ausgelöst werden,
  • was das C des ABC Modells ist,
  • was  Gefühle sind und wie sie eingeteilt werden,
  • was  Körperreaktionen bedeutet und wie vielseitig sie ausfallen können
  • wie wir dann automatisch handeln.

Um das Video zu starten, klicken Sie auf das weiße Dreieck in dem Vorschaubild.

Machen wir uns den Ablauf von Situationen, Gedanken und Gefühlen bewußt

Unser ABC Protokoll dient dazu unsere Aufmerksamkeit auf die geschilderten Zusammenhänge zu lenken und ein Bewusstsein zu entwickeln, was in uns gerade passiert, wie alles miteinander zusammenhängt und aufeinander abgestimmt ist. Es bietet uns dann die Möglichkeit einzuschreiten und an verschiedenen Stellen Veränderungen vorzunehmen, die uns unserem Ziel auf dem Neuen Wege näher bringen.

Probiert es doch gleich mal aus. Hier könnt Ihr Eurer C des ABC Protokolls näher beleuchten. Welche Gefühle kennt Ihr, wie reagiert Euer Körper und was macht Ihr dann?

Sucht Synonyme für die 9 großen Gefühle, die eher zu euch passen.

Mit Eurer neuen Bewusstheit habt Ihr nun die Möglichkeit, mit dem X Prozess Entspannung herbeizuführen und negative Gedanken und Gefühle abzubauen, um dann eine unabhängig von Gefühlen gesteuerte Handlung zu entscheiden. Eure Gedanken könnt Ihr mit den 4 Fragen von Byran Katie hinterfragen und umwandeln.

Ihr habt nun selbst Werkzeuge in der Hand, um eigenständig Euren  Neuen Weg zu beschreiten.

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Ich wünsche Euch alles Gute auf Eurem Neuen Weg. Bleibt dran, denn Ihr wisst ja „Von Nichts kommt Nichts“ und ich kann Euch sagen, es lohnt sich.

Wenn Euch der Artikel gefallen hat, dann empfehlt ihn weiter an Freunde oder Bekannte oder hinterlasst im Kommentarbereich Eure Erfahrungen, Fragen oder auch Hinweise oder abonniert meine Postkarten und bekommt alle Veranstaltungen und neuen Artikel frei Haus.

Herzlichst

Eure Sandra Gensicke

Heilpraktikerin für Psychotherapie,ausgebildet in der praktischen integrativen kognitiven Verhaltenstherapie bei Franziska  und Uwe Luschas

Das ABC der Gedanken und Gefühle – 04 Diese Situation löst meine Gedanken aus

In unserem Leben passieren oftmals unangenehme Dinge und wir bemerken negative, belastende und stressige Gefühle in Form von Scham, Ärger, Wut, Stress, Traurigkeit oder Angst. Ebenfalls bemerken wir meist eine Anspannung im Nacken, wir ziehen die Schultern hoch, beißen die Zähne zusammen und schauen etwas grimmig. Unser Körper ist angespannt. (Was Sie effektiv und schnell dagegen tun können, der X Prozess)

Aus diesen unangenehmen Folgen schließen wir, dass die unangenehme Situation der Grund für unsere Gefühle und körperlichen Reaktionen ist.

Albert Ellis (US-amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut) hat herausgefunden, dass die Situation an sich nicht der Grund für solche starken, negativen und  stressbelastenden Gefühle und Körperreaktionen ist. Befragen wir 1000 Menschen zu ein und derselben Situation, werden wir ebenso viele unterschiedliche Meinungen und Ansichten in Bezug auf diese Situation erhalten. Wie entsteht so etwas?

Ellis fand heraus, dass zwischen der auslösenden Situation und unseren Gefühlen und Körperreaktionen noch unsere Gedanken stehen. Unsere Gedanken, Meinungen, Vermutungen, Annahmen, Schlussfolgerungen und Bewertungen werden beeinflusst durch unser ganzes Leben, unsere Denkweisen, unsere Erfahrungen, unsere Art aufzuwachsen, unsere beigebrachten Normen und Werte.

Was bedeutet dies nun für die Ausgangssituation?

Es besteht eine auslösende Situation, die formal und objektiv kein Gefühl auslöst. Wir bewerten diese Situation nach unseren Erfahrungen und dadurch entstehen unsere Gefühle und Reaktionen im Körper.

Um dies für sich herauszufinden und genauer zu analysieren, hat Albert Ellis das ABC Protokoll entworfen. Dieses Protokoll soll uns aufmerksamer darauf machen, was eine an sich objektiv neutral Situation für Gedanken in uns auslöst, die wiederum für Gefühle und Körperreaktionen verantwortlich sind.

In meinem Video: „Das ABC Modell – Wie Gedanken unsere Gefühle beeinflussen“ bin ich schon näher auf die Gesamtheit dieses Modells eingegangen.

Das A =  der Auslöser

Heute möchte ich nun näher auf das A = Auslöser des Protokolls eingehen. Hierbei ist es besonders wichtig zu verstehen, dass die beschriebene Situation ohne Bewertungen und eigenen Sichtweisen notiert wird. Uns soll bewusst werden, dass die auslösende Situation objektiv betrachtet, erst einmal neutral zu bewerten ist.

Die Beschreibung des Auslöser ist eine Momentaufnahme. Frei von jeglichen Meinungen und Lebenserfahrungen, von Vorurteilen, Sichtweisen, Befürchtungen und anderen Vermutungen.

Stellen Sie sich vor, Sie machen ein Foto

Stellen Sie sich vor, Sie machen von der Situation ein Foto und beschreiben nur dieses Foto. Was sehen Sie genau in diesem Moment? Wir versuchen dabei, die Situation so objektiv wie nur möglich zu beschreiben. Dies ist nicht ganz einfach, weil unser Kopf und unsere TROLL die ganze Zeit mitreden.
Ein Außenstehender sollte diese Situation im Groben erfassen.

Es ist besonders wichtig, so sorgfältig wie möglich zu arbeiten, um unsere Aufmerksamkeit und unser Bewußtsein auf die neutrale Situation zu legen, die meist weder angstauslösend ist, noch eine Bedrohung darstellt.

In meinem Video erfahren Sie,

  • was das ABC Modell ist,
  • wie unsere Gedanken entstehen,
  • was das A = Auslöser ist,
  • wie eine möglichst objektive, realistisch Beschreibung zustande kommt
  • wodurch der Auslöser beeinflusst wird

Um das Video zu starten, klicken Sie auf das weiße Dreieck in dem Vorschaubild.

Hier finden Sie eine PDF, um den Auslöser zu üben. Lassen Sie sich nicht unterkriegen, denn sie wissen ja „Von Nichts kommt Nichts“. Jetzt ist üben angesagt, um darin fit zu werden.

Ich wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem Neuen Weg. Bleiben Sie dran, ich kann Ihnen sagen es lohnt sich.

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Eure Sandra Gensicke

Heilpraktikerin für Psychotherapie,ausgebildet in der praktischen integrativen kognitiven Verhaltenstherapie bei Franziska  und Uwe Luschas

Das ABC der Gedanken und Gefühle – 02 Kennen Sie den Unterschied zwischen Tatsache, Gedanke und Gefühl?

In unserem Leben ist es oftmals so, dass wir unsere Gedanken, unsere Vermutungen und unsere Meinungen als so wahr empfinden, dass sie zur Realität werden. Doch wie können wir in dieser Situation nun unterscheiden, was die Realität ist und was nur unsere Meinung oder Vermutung.

Was ist der Unterschied zwischen Tatsachen und unserer Meinung?

Gar nicht so einfach, doch unglaublich wichtig auf Ihrem Neuen Weg. Sie wollen lernen den Auslöser Ihrer Gedanken zu finden, Sie möchten herausfinden, welche Gedanken welche Gefühle auslösen und was das alles mit Ihrer Meinung und den Tatsachen zu tun hat.

Damit Sie ein ABC Protokoll, in dem Sie ihre eigenen Gedanken identifizieren, ausfüllen können, ist es wichtig, Tatsachen, Gedanken und Gefühle auseinanderzuhalten.

Wir schauen die Welt durch unsere eigene Lebensbrille an, vor unseren Augen liegt unser Wahrnehmungsfilter

Wie Sie bereits in meinem Video über die Realität erkannt haben, sehen wir alle Dinge in unserem Leben durch unseren Wahrnehmungsfilter. Unser Wahrnehmungsfilter bildet sich durch unsere Erfahrungen, unsere Art zu Denken, unsere Lebensweise, unsere Normen und Glaubenssätze. Dieser Wahrnehmungsfilter hindert uns oftmals daran, die Tatsache als solche zu erkennen.

Was ist eine Tatsache?

Eine Tatsache lässt sich durch Beweise untermalen und festigen.

Hier ein Beispiel: Sie heben einen Stein auf. Dies ist ein Stein. Wir können messen, wie schwer er ist, können sein Umfang, sein Volumen, seine Oberfläche und Zusammensetzung  bestimmen. Es ist der Stein mit diesen Merkmalen. Dies ist eine Tatsache. Wir haben Beweise gesammelt.

Welche Rolle spielt der Wahrnehmungsfilter nun?

Ob der Stein zu schwer oder zu grob, ob er schön ist oder hässlich, ist unsere Bewertung der Tatsache. Diese Bewertung lassen sich nicht beweisen, denn jeder sieht diesen Stein durch seinen Wahrnehmungsfilter anders. Dem einen ist er zu groß, dem andere zu klein. Der eine findet ihn schön, der andere ihn hässlich. Jeder entscheidet dies aus seinen vielen Erfahrungen heraus und wie es ihm gerade in seinem Lebensstil passt.

Üben sorgt für Veränderungen

Um Gedanken und Tatsachen nicht zu vermischen, habe ich Ihnen eine Aufzeichnung mitgebracht. Hier können Sie selber üben, Gedanken, Gefühle und Tatsachen auseinanderzuhalten. Tatsachen lassen sich beweisen. Sie können jederzeit Ihre Gedanken hinterfragen, ob sie wahr sind und ob sie Beweise für diese Gedanken haben, um Tatsachen herauszufiltern.

Objektive Auslöser rufen per se keine Gefühle hervor

Dies ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, eigene Gedanken zu erkennen. Die Unterscheidung von Gedanken und Tatsachen hat zur Folge, dass Sie Ihr Bewusstsein auf neutrale, beweisbare Auslöser legen.  Diese neutralen Auslöser, rufen per se keine Gefühle hervor. Gefühle werden erst durch unserer Bewertung der Situation und unseren Schlussfolgerungen und dem Ausmahlen der möglichen Konsequenzen, entwickelt.

In meinem Video erfahren Sie:

  • die Unterschiede zwischen Tatsachen, Meinungen, Annahmen, Vermutungen und Gedanken
  • was Gefühle sind
  • wie Gedanken entstehen
  • warum es so wichtig ist, diese Dinge auseinander zu halten
  • welche Auswirkungen eine Vermischung haben kann


Um das Video zu starten, klicken Sie auf das weiße Dreieck rechts in dem Vorschaubild.

Sie haben gelernt, dass die Realität messbar und beweisbar ist. Sie wissen ebenfalls, dass Gedanken, Meinungen und Annahmen durch unseren Wahrnehmungsfilter beeinflusst werden.

Nun ist es an der Zeit, zu üben. Nehmen Sie sich in Ruhe das Blatt vor und füllen Sie es aus. Schicken Sie es mir einfach zu, dann kann ich Ihnen eine Rückmeldung geben.

Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit, sie werden sehen, es ist anfangs gar nicht so leicht. 

Auf geht`s, packen wir es an!

Auf Euren Neuen Weg!

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Das ABC der Gedanken und Gefühle – 01 Deine Gefühle werden durch deine Gedanken ausgelöst

Es ist ein wunderschöner Tag und ich stehe am Guggenberger Weiher. Die Sonne, das Vogelgezwitscher, die Natur lösen in mir ein angenehmes und friedliches Gefühl aus. Ich genieße das Hier und Jetzt. Währenddessen kommen Bilder von den vielen vergangenen Stunden hier an diesem See in mein Bewußtsein.

Positive Gedanken schaffen positive Gefühle

Ich bin gerade in einer angenehmen Situation und zusätzlich habe ich Bilder in meinem Kopf von schönen angenehmen Dingen. Ich stelle mir dieses vor und erzeuge so in mir positive Gefühle.

Erzeugen Sie selbst positive Gefühle

Versuchen Sie es doch auch gleich einmal. Schließen Sie die Augen, wenn es Ihnen möglich ist, denn dies verstärkt die Intensität. Stellen Sie sich ein schönes Erlebnis vor und versetzen Sie sich in dieses Erlebnis, als ob sie es gerade erleben. Tun Sie so, als ob sie gerade in diesem Erlebnis sind, fühlen sie es, spüren Sie in sich hinein und erleben Sie es so intensiv wie möglich. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, die Sonne oder den zu spüren, vielleicht hören sie Vögel und riechen die Luft.

Nehmen Sie sich Zeit für diese angenehmen und positiven Gefühle und für Ihre Vorstellung. Lassen Sie sich fallen in ihrem Positiven.

Wie geht es Ihnen jetzt? Wie geht es ihrem Körper? Sind sie angespannt oder entspannt?

Super gemacht! Sie haben sich für etwas Positives entschieden und konnten es sich selbst vorstellen und wahrscheinlich damit gut positive Gefühle erzeugt.

Negative Gedanken erzeugen negative Gefühle

In unserer heutigen Zeit passiert es nicht allzu oft, dass wir bewusst und mit voller Absicht uns Positives vorstellen und  in unseren Gedanken erleben, damit wir positive Gefühle hervorrufen.
Oftmals sind wir angespannt und haben unangenehme und negative Gedanken, die zu Angst, Stress und Ärger führen.

Wiederholen Sie das Experiment noch einmal und stellen Sie sich nun etwas Unangenehmes vor. Auf  einer Skala von 0 bis 10 (0 das Niedrigste und 10 ist das Höchste)sollte das Negative  nur auf 3 oder 4 liegen. Wenn Sie es schaffen, dann schließen Sie die Augen, denn mit geschlossenen Augen wird es umso intensiver.

Erinnern Sie sich an das Erlebnis, nehmen Sie wahr,  was Sie gehört, gesehen und gefühlt haben.
Es könnte  in ihrer Vorstellung zum Beispiel gerade ein Gespräch mit ihrem Chef oder das Erlebnis mit einem anderen Autofahrer  oder das Drängeln an der Kasse oder eine Begebenheit mit der Angst vor vielen Menschen oder eine Prüfung  ablaufen

Was passiert gerade mit ihrem Körper? Wie fühlt es sich jetzt an in Nacken-, Schulter- und Kieferbereich?

Negative Gedanken erzeugen neben negativen Gefühlen auch negative Körperreaktionen

Viele Menschen haben ein angespannten Nacken und zusammengebissene Zähne und fühlen sich angespannt, wenn sie an unangenehme und negative Erlebnisse denken.
Vielleicht haben Sie auch bemerkt, dass die Vorstellung etwas Unangenehmes oder Negatives zu erleben, leichter hervorzubringen ist als etwas Positives.

In unserem Leben konzentrieren wir uns meist auf das Unangenehme und Negative. Die Folge sind Verspannungen und Kopfschmerzen, oder auch der Kloß im Hals oder das Engegefühl in der Brust.

Gedanken rufen Gefühle hervor

All unsere Gefühle werden durch unsere Gedanken hervorgerufen. Meistens sind uns diese Gedanken nicht bewusst. Wir haben sie schon so oft und intensiv gedacht und  je öfter wir sie dann denken, umso schneller sind sie in bestimmten Situationen vorhanden und wir bemerken sie dann nicht mehr.

Gedanken erraten

Um diese negativen und oftmals unbewussten Gedanken ins Bewusstsein zu holen, brauchen sie viel Aufmerksamkeit.

Benutzen Sie dieses Handout, um automatische Gedanken, negative Gedanken und unbewusste Gedanken, aufzuschreiben. Es dient dazu,  durch die Aufmerksamkeit auf diese Gedanken, diese bewusst zu machen.

In meinem Video erfahren Sie:

    • wie Sie sich fühlen, wenn Sie an etwas positives Denken
    • dass negative Gedanken, negative Gefühle hervorrufen
    • wie sie negative, unbewusste und automatisch ablaufende Gedanken bewusst machen

Um das Video zu starten, klicken bitte auf das weiße Dreieck in dem Vorschaubild.

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Eure Sandra Gensicke

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Das ABC Modell – 03 Wie Gedanken unsere Gefühle beeinflussen

Gefühle können uns überwältigen. Das kennen wir alle. Mal sind es schöne und aufregende Gefühle, wie ein überraschender Anruf, der erste Kuß und ein anderes Mal ist uns eher zum Weinen oder vielleicht auch zum Fluchen zumute.

Eigentlich die normalste Sache der Welt, oder?

Wir finden in unserer Gefühlswelt auch Bereiche, die uns unangenehm sind, die uns eher belasten, wie Ängste oder lange Traurigkeit oder immense Wut.

Und ob nun Weinen, Lachen oder Wut all diese Gefühle werden von etwas ausgelöst. Ja klar, die Antwort kennen sie ja schon. Ja natürlich eine Situation oder ein Mensch, ein Wort oder auch die Spinne, klar doch!

Ach ja, ich habe keine Angst vor Spinnen, sie? Oder Sie? Sie, ja, wieso?

Wir sind also der Auffassung, es gibt eine Situation und daraus resultieren unsere Gefühle und auch unser Verhalten. Kurz ein Auslöser fordert eine Konsequenz (Consequenz engl.), das A-C Modell.

Zur Veranschaulichung hier ein konkretes Beispiel.

Sie befinden sich in einem Flugzeug und es sind nur noch wenige Sekunden bis es vom Boden abheben wird. 3 Reihen vor Ihnen sitzt ein Passagier, dem der Schweiß von der Stirn tropft und er krallt sich in die Armlehne. Welche Gefühle mag dieser Passagier wohl gerade haben? Vielleicht Angst?

Im A-C Modell löst das Fliegen hier Angst aus. Richtig?

Und dies geht jedem anderen Passagier genauso und natürlich auch dem Piloten und der Crew!

Ich hoffe einmal nicht. Es wäre für jeden von uns doch sehr uangenehm zu wissen, der Pilot hat Angst vorm Fliegen. Es könnte ja sein, dass er dem Start ganz relaxt entgegen sieht und sich eventuell auch freut, weil er danach Feierabend hat.

Bei unserem Beispiel ist auffällig, dass  ein und dieselbe Situation als Auslöser vorliegt, daraus jedoch 2 total unterschiedliche Reaktionen entstehen, Freude und Angst.

Wie kann dies nur sein?

Nochmals, wenn unsere Vermutung stimmt, dass A (der Auslöser) zu C (der Kosequenz) führt, müßten wir doch alle das Gleiche fühlen, eher wie ein Reflex, wie wenn wir etwas ins Auge bekommen und schnell unser Augenlid schließen.

Doch dem ist nicht so!

Das ABC Modell von Albert Ellis

Albert Ellis (1913-2007) war ein amerikanischer Psychologe und Begründer der kognitiven Verhaltentherapie. Ellis fand heraus, dass zwischen dem Auslöser, also der Situation und den Gefühlen und Verhaltensweisen ein Zwischenschritt eingebaut ist, eine bewußte oder unbewußte Bewertung in Form von Gedanken. Dieser Zwischenschritt B (Bewertung) verläßt gerne mal den Bereich der Fakten und nimmt an oder interpretiert dazu.

Dies stellte er in seinem A-B-C Modell dar.

A ist der Auslöser                   B ist die Bewertung               C ist die Consequenz

(Gedanken)                                                                                     (Gefühle, Verhalten, Körper)

Den Zusammenhang zwischen der Bewertung, unseren Gedanken und der Consequenz, den Gefühlen, hat schon der antike Phiosoph Epiket (50-138) folgerichtig erkannt.

Er sagte:

„Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben“

Kommen wir zurück zu unserem Beispiel vom Fliegen.

Wie könnte unser Passagier 3 Reihen vor uns den Start nun bewerten, welche Gedanken hat er vielleicht?

Und was denkt der Pilot? Was denken Sie?

So,  was bringt Ihnen nun das ganze Geschwafel über Gefühle und Gedanken?

Na viel. Es ist der erste Schritt auf einem neuen Weg.

Dies ist eine grundlegende Erkenntnis und überaus hilfreich. Meine Gedanken, Bewertungen, Annahmen, Interpretationen, wie auch immer wir es nennen, sind verantwortlich für meine Gefühle. Für Sie bedeutet es, dass sie selbst verantwortlich sind für ihre Gefühle.

Kein reflexartige Verhalten auf eine Situation, welches niemand beeinflussen könnte. NEIN, das wäre doch schrecklich. NEIN, hier kann jeder selbst etwas tun, es sind die eigenen Gedanken.

Die eigenen und wenn nicht wir selbst, wer sollte sie denn verändern?

Und das geht fragen Sie sich? Jaaa, klar. Auf zu einem friedvollerem Leben!

Erfahren Sie in  meinem Video

  • wie Gefühle und Verhaltensweisen entstehen
  • was  das ABC Modell darstellt
  • wie wertvoll die Erkenntnisse sind
  • was sie als erstes Tun können

Um das Video zu starten, klicken Sie auf das weiße Dreieck rechts in dem Vorschaubild.

Sind Sie sich ihrer Gedanken überhaupt bewußt? Bemerken Sie diese?

Wenn wir jedoch unsere Gedanken nicht kennen, können wir auch nichts ändern!

Also los, machen Sie sich daran ihre Gedanken zu bemerken!!!

Sie finden hier Das ABC Modell als PDF-Datei zum herunterladen und ausdrucken.

ABC Protokoll 1

Sie werden bemerken, dass es Ihnen anfangs noch recht holprig ist und anstrengend, doch die Anstrengung hilft Ihnen auf Ihrem Weg und glauben Sie mir, Sie schaffen das.

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Herzlichst

Ihre Sandra Gensicke

Wie unsere Gedanken unsere Gefühle beeinflussen und welche Auswirkungen dies haben kann

Gefühle sind mächtig und stark. Sie überwältigen uns. Sie sind das Intimste, was wir haben. Sie reichen von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt.

Wir erleben eine Situation als Auslöser, bei mir war es das Drehen eines Videos und daraufhin bemerken wir ein Gefühl wie Furcht, Angst, Freude und meist auch ein Körpergefühl wie Schwitzen oder Herzklopfen.

Dieses Gefühl ist so stark, dass wir uns sicher sind, dass es zu 100% wahr ist. Sie überwältigen uns und es ist ganz klar, dass die Situation dafür verantwortlich ist.

Ist das Gefühl positiv, möchten wir die Situation öfters erleben, um es zu erzeugen. Ist es hingegen ein negatives Gefühl, wollen wir den Auslöser verändern, damit es nicht wieder kommt.

Ist die Situation wirklich verantwortlich für meine Gefühle?

Was bedeutete dies für mich. Die Tatsache ein Video zu drehen war mein Auslöser und das Gefühl war die Furcht vor dem Neuen. Würde die Annahme stimmen, dass ich den Auslöser verändere, da er ursächlich für die Gefühle verantwortlich ist, so dürfte ich kein Video drehen und die Furcht wäre weg.

Ist das wirklich wahr? Denken Schauspieler genauso? Denken meine Kinder so?

Nein, sie freuen sich sogar darüber Videos zu drehen. Wie kann dies sein? Die Ausgangssituation ist doch die selbe.

Wie denken Sie über die Tatsache? Anders als ich? Positiver? Bedeutet dies im Umkehrschluß ich bewerte das Video drehen als negativ? Habe ich damit negative Gedanken und fühle mich schlecht?

Ja, das ist richtig. Ich hatte diese Gedanken. Albert Ellis war ein führender Verhaltenstherapeut. Er hat herausgefunden, dass nicht die auslösende Situation für unsere Gefühle verantwortlich ist, sondern unsere Gedanken, unsere Bewertungen der Situation. Jeder bewertet die Situation anders, sonst würden wir alle das gleiche fühlen.

In meinem Video  erfahren Sie

  • wie genau Gefühle unser Tun beeinflusssen
  • wie uns unsre Gedanken bewußt werden
  • was das ABC Modell ist
  • wie Sie aus dem Gedankenkreislauf herauskommen.
Um das Video zu starten, klicken Sie auf das weiße Dreieck rechts in dem Vorschaubild.

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